Über mich:

Ich war schon immer kreativ...

inspiriert von meiner kreativen Tante, einer akademischen Kunstmalerin, meiner genial strickenden Oma und einer strickenden und nähenden Mama...Aber aus Angst nicht gut genug zu sein, hielt ich mich an Schnittmuster und Strickanleitungen...

Bis meine damals 13-jährige Tochter sich eine Kette wünschte mit Filzkugeln, in pink und orange. Meine Suche blieb erfolglos und so erinnerte ich mich an die Ketten, die ich in meiner Jugend gefädelt habe. Die Filzkugeln erwarb ich bei einer filzenden Bekannten. Die Kette fand Gefallen bei meiner Tochter und ich machte weiter. Und ich habe mich selbst an Filzkugeln gewagt. Einmal in Kontakt mit dieser Art der Wollverarbeitung und ich wusste, dies ist mein Element! Ich liebe den Geruch von Schafwolle und Olivenseife. Ich liebe es in meinem Atelier in die Vielfalt der Farben einzutauchen, neue Farben zu kombinieren. Ich liebe knallige Farben, die vor Lebensfreude sprühen, aber ich mag auch die leisen sanften Töne, die klassische Eleganz ausstrahlen. 

Das Filzfieber hatte mich gepackt...

Ich absolvierte Kurse für Taschen, Schals, Bekleidung, denn mein Wunsch, das Repertoire zu vervollständigen wuchs. Ich wollte ganze Kollektionen, wollte die Frauen von Kopf bis Fuß ausstatten, mit Ohrringen, Ketten, Armbändern, Schals, Taschen, Rock und Kleid. Die ersten Bräute kamen auf mich zu, wollten Schals, Capes, Blumen oder auch ganze Kleider, die ich zusammen mit einer Schneiderin umsetzte. Die Frauen liebten meine Mode, die ich auf Messen und Märkten feilbot. 

Beim Filzen vergesse ich die Zeit und meine Kinder bekamen mehr als einmal nur ein schnelles Mittagessen. Nach einer persönlichen Krise und darauffolgendem Vollzeitjob rückte das Filzen, mangels Zeit, in den Hintergrund. Meine Kreativität wurde gebremst, aber meine Liebe zur Mode nicht und ich verlegte mich wieder mehr auf das Stricken.

Aus dem Gefühl, dass Mode zu schnelllebig und unser Verständnis von Menschlichkeit auch die Wertschätzung der Arbeit jedes einzelnen Menschen einschließen sollte und daher Bekleidung lieber hochwertig und von langer Lebensdauer sein sollte, wurde der Gedanke der Nachhaltigkeit auch in meiner Arbeit weitergesponnen... Die Idee des Upcyclings von Mänteln war bald geboren. Ich kaufte qualitativ hochwertige, gebrauchte Mäntel und schuf mit neuem Innenfutter, Elementen aus Filz und anderen Stoffen und Borten etwas ganz Neues. Ein Einzelstück - ein Hingucker - ein Glücksgefühl für die Trägerin. Ein Kleidungsstück von Dauer, das die Weiblichkeit unterstreicht. Viele der Mäntel haben Verbrämungen, Krägen, Bordüren aus Echtpelz. Manch einer mag jetzt protestieren, aber die Tiere, deren Pelz ich verwende, haben vor langer Zeit Ihr Leben gelassen, wurden irgendwann verschmäht und landeten auf dem Speicher... Ich aber schenke ihnen nochmal die Wertschätzung, die sie verdient haben, in dem sie eben nicht auf dem Müll landen, sondern wieder zu etwas Schönem, Neuem weiterverarbeitet werden und hauche ihnen damit wieder Leben ein. Da jeder Mantel mit viel Liebe zum Details designed wird, gibt es ihn nur einmal. Gerne kreiere ich 'Ihren' ganz persönlichen Mantel oder erwecke Ihren alten Lieblingsmantel zu neuem Leben.

Meine Inspirationen hole ich mir aus der Natur, aber auch in der Malerei, oft auch ganz spontan aus dem Bauch heraus und meine Ideen gehen mir nicht aus...

In Liebe zu meiner Arbeit, im Andenken an meine Oma Klara und meine Tante Elfi und meiner Mama dankbar für Ihre Geduld, mir all die kreativen Kunstgriffe beizubringen, meinen Kindern für Ihre Nachsicht und meinem Lebensgefährten für seine Unterstützung, 

Andrea Scheuermeyer, 

geborene Mylius, November 2021

 

 

 

 

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